Herzlich Willkommen auf den Seiten der Gesellschaft für Zeitgeschichte!
Hallo
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Die „Gesellschaft für Zeitgeschichte“ e.V. Sie wurde am 12.01.1999 in Erfurt gegründet. Die Gründungsmitglieder aus dem ehemaligen Erfurter Bürgerkomitee hatten sich vorgenommen, auch weiterhin politisch aktiv zu bleiben und sich in der Stadt Erfurt am öffentlichen Leben zu beteiligen.
Das hat der Verein seitdem in vielfältiger Weise gemacht, mehr erfahren Sie auf dieser Seite und hier.
Aber nun haben wir beschlossen, uns als Verein aufzulösen. Bei unserer letzten Mitgliederversammlung am 4.12.2025 ist der Beschluss dazu einstimmig bestätigt worden.
Was haben wir erreicht?
Wir haben in den Jahren viele Veranstaltungen im Sinne der Aufarbeitung der SED-Diktatur organisiert und durchgeführt. Mehr dazu erfahren sie in unseren Jahresberichten.
Jedes Jahr am 4. Dezember haben wir der ersten Stasibesetzung 1989 in Erfurt gedacht und dazu Gäste eingeladen zu Podiumsdiskussionen, Lesungen u.a. und mit Musik gefeiert. Das wird weiter stattfinden.
Wir haben mit viel Arbeit, Ausdauer und Geduld mit anderen zusammen erreicht, dass seit 2012 die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße als Ausstellung, Bildungsstätte und mit Veranstaltungen über sie SED-Diktatur und deren Überwindung in der Friedlichen Revolution informiert und forscht.
Diese Internetseiten stehen aber weiterhin zur Verfügung, sie werden vom Thüringer Archiv für Zeitgeschichte ‚Matthias Domaschk‘ in Jena (gesellschaft-zeitgeschichte.de) und vom "Bürgerkomitee 15. Januar Berlin" e.V. (stasibesetzung.de) übernommen und weitergeführt.
Die Mitglieder des Vereins werden sich weiterhin engagieren, insbesondere in der Zusammenarbeit mit der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße.
Ziel des Vereins war es, die Geschichte vorwiegend des Freistaates Thüringen der letzten Jahrzehnte, insbesondere der DDR darzustellen, zu erforschen und öffentlich zu diskutieren und damit die Tradition und die Geschichte des Erfurter Bürgerkomitees, dass aus der ersten Stasibesetzung hervorging, fortzuschreiben.
Dazu wurden vom Verein Veranstaltungen und Ausstellungen durchgeführt und Veröffentlichungen publiziert. Mit Stellungnahmen zu aktuellen Entwicklungen der Geschichtsaufarbeitung wendeten wir uns an die Öffentlichkeit.
Der Verein war auf diese Weise bestrebt, das Geschichtsverständnis und politischen Bildung zu fördern und eine Anlaufstelle für Geschichtsinteressierte zu sein. Der Verein war Ansprechpartner für Zeitzeugengespräche und Bildungsveranstaltungen.
Dabei sollte Geschichte aus der Sicht von selbst Beteiligten und Betroffenen erzählt werden. Wir hatten es uns dabei zur Aufgabe gemacht, eine Darstellung der damaligen Ereignisse unter wissenschaftlichen Kriterien zu veröffentlichen. Aufgrund des immer größer werdenden zeitlichen Abstandes müssen wir leider feststellen, dass keineswegs alle Veröffentlichungen auf gründlicher Recherche beruhen und oft nicht die Probleme berücksichtigen, die sich mit der Erinnerung von Zeitzeugen ergeben.
Der Verein hat die Errichtung einer Bildungs- und Gedenkstätte in der ehemaligen Stasi-U-Haft in der Andreasstraße Erfurt initiiert und intensiv am Aufbau mitgewirkt und sich weiter an der Arbeit dort beteiligt.
Ergänzend zur Ausstellung im Haus haben wir Stadtführungen zu Orten der Friedlichen Revolution angeboten und führen diese auch weiter durch.
Der Verein hat gemeinsam mit dem "Bürgerkomitee 15. Januar Berlin" e.V. die Internetseiten "stasibesetzung.de" betrieben, die erstmals einen umfangreichen Überblick über die Besetzungen der "Stasi"-Bezirksverwaltungen und des Ministeriums in Berlin geben.
Der Verein hat auch mit dem Thüringer Archiv für Zeitgeschichte ‚Matthias Domaschk‘ in Jena und mit weiteren im Geschichtsverbund Thüringen - Arbeitsgemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur - zusammengearbeitet.
Der Verein „Gesellschaft für Zeitgeschichte“ e.V. war der Bürgerbewegung verpflichtet und hat sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu politischen Themen immer wieder zu Wort gemeldet.
Barbara Sengewald
Vorsitzende
Schild am Eingang der ehemaligen MfS-Bezirksverwaltung Andreasstraße 38
Schild am Eingang der Gedenk- und Bildungsstätte in der ehemalien MfS-U-Haft Andreasstraße 37A
Fotos: Matthias Sengewald